Kf. Friedrich und Hz. Johann fragen Hz. Heinrich und Hz. Albrecht von Mecklenburg, ob sie Reliquien aus ihren Kirchen erhalten können. Sie möchten damit ihr Heiltum in der Allerheiligenstiftskirche zu Wittenberg vermehren. Hz. Heinrich und Hz. Albrecht können dem ernestinischen Hofdiener Heinrich vom Hayn entsprechende Reliquien mitschicken.

Unnser fruntlicher dinst unnd was wir liebs unnd guts vermogen alzeit zuvor. Hochgebornne fursten, lieben oheim und schweger, wir werden bericht, als ob euer liebden in irem furstnthum in etlichn kirchn vil unnd gros heyligthum haben sollen. Weyl wir dan desselbn in unnser stiftkirchen aller gots heilign alhie auch ain mercklichn tail haben, wie euer lieb wissen, und des noch mer zuerlangen in teglicher ubung stehn, demselbn nach ist an euer liebden unnser fruntlich bit, sie welle unns auch etlichs desselbn heiligthumbs aus irem furstenthum mittailen und unns solichs bey gegenwertigem unnserm hofdiner Heinrichn vom Hayn zuschicken. Des werden euer liebdn sonnder zweivel von got dem almechtign und seinen lieben heiligen belonung empfahen, so wellen wirs umb dieselb euer liebden zuverdinen fruntlich geflissen sein.
Zitierempfehlung:
Nr. 20. In: Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532. Reformation im Kontext frühneuzeitlicher Staatswerdung. Online-Edition: http://bakfj.saw-leipzig.de/print/20 [Datum des Zugriffs: 14.08.2020]
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