[1] Papst Leo X. informiert Kf. Friedrich über den Tod des Papstes Julius II. am 21. Februar. Nach dessen Tod versammelten sich die Kardinäle, zu denen auch er zählte, im Apostolischen Palast beim Petersdom und wählten, wie es Brauch ist, einen Nachfolger. Am 11. März fiel die Wahl auf Leo, der trotz seiner Schwäche diese Last zu tragen akzeptierte und dabei auf den göttlichen Beistand vertraut. Leo X. setzt zudem seine Hoffnung auf die Einigkeit unter den katholischen Fürsten, um mit ihrer Hilfe und unter seiner Leitung die Türken zu bekämpfen. [2] Der Papst teilt seine Wahl dem Kf. mit, damit dieser um Gottes Beistand für eine glückliche päpstliche Regierung betet, d. h. für die Erhöhung des Glaubens, für die Beseitigung der Ketzer sowie für den Frieden und die Ruhe der Christenheit. Friedrich soll, so wie es sich für Fürsten gehört, beispielhaft vorangehen und den katholischen Glauben sowie die Autorität, Ehre und Freiheit der römischen Kirche schützen und verteidigen.
Zitierempfehlung:
Nr. 15. In: Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532. Reformation im Kontext frühneuzeitlicher Staatswerdung. Online-Edition: http://bakfj.saw-leipzig.de/print/15 [Datum des Zugriffs: 01.06.2020]
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