[1] Kf. Friedrich und Hz. Johann teilen Hz. Wilhelm von Bayern mit, dass ihr Bruder Ernst, Ebf. von Magdeburg, am 3. August gestorben ist. [2] Sie bitten ihren Cousin um kirchliches Gedenken im Herzogtum Bayern.

[1] Unnser freuntlich dinst unnd was wir liebs unnd guts vermogen zuvor. Hochgebornner furst, lieber oheym, wir geben euer lieb, als unnserm lieben oheym, mit betrubtem gemuth zuerkennen, das weylannd der erwirdigist in got vater unnd hochgebornne furst, unnser lieber herr unnd bruder, herr Ernnst ertzbischoff zu Magdeburgk, nach versehung der heiligen sacrament am nagst verschinen mitwoch auff den abend nahen umb zcehen urh auff seiner lieb schloß zu Halle seinen letzten tag auff diesem jamertalh mit grosser innigkeit unnd andacht als ein cristenlicher furst beschlossen, des sele der almechtig got geruch, gnedig unnd barmhertzig zusein. [2] Derhalb bitten wir freuntlichs vleis, euer lieb wolle in den stifften, clostern unnd pfarrn irer furstenthumb bestellen, denselben unnsern lieben herrn unnd bruder, als iren nagst gesipten freund, ehrlich und furstlich zubeleuthen unnd mit nachthun gutter werck zubegeen, wie dann euer lieb das zuthun wissen unnd wir unns des unnd aller freuntschafft zu euer lieb versehen. Unnd umb dieselb freuntlich zuverdienen willig wollen befunden werden.
Zitierempfehlung:
Nr. 43. In: Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532. Reformation im Kontext frühneuzeitlicher Staatswerdung. Online-Edition: http://bakfj.saw-leipzig.de/print/43 [Datum des Zugriffs: 05.04.2020]
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