[1] Martin Luther erhielt den Brief Georg Spalatins, über den er sehr verärgert ist, weil [Kf. Friedrich] nicht dulden will, dass Luther gegen [Ebf. Albrecht von] Mainz schreibt. [2] Luther wirft Spalatin vor, dass er den öffentlichen Frieden höher schätzt als den Frieden Gottes. Luther hält seine Schrift für notwendig und schickt sie hiermit an Spalatin, der sie Philipp [Melanchthon] geben soll, ohne etwas dagegen zu unternehmen. [3] Spalatin hätte sich nicht von der üblen Nachrede gegenüber Luther und seinen Anhängern beeindrucken lassen sollen. Den schlechten Empfang der Antoniter [in Wittenberg] durch die Jugend [vgl. Nr. 1340 und Nr. 1342] missbilligt Luther, allerdings geschehen an anderen Orten auch Dinge, die nicht gutzuheißen sind. [4] Das Evangelium geht nicht unter, wenn sich einige schlecht betragen. [5] Luther schickt Spalatin das Buch zu, in dem er die Abschaffung der Messe bestätigt. Eine Trostschrift für [Kf. Friedrich] kann er nicht verfassen. Spalatin soll [Kf. Friedrich] stattdessen die „Tessaradecas“ zu lesen geben oder ihn auf das Evangelium verweisen. [6] Luther will über die Mönchsgelübde schreiben.
Zitierempfehlung:
Nr. 1377. In: Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532. Reformation im Kontext frühneuzeitlicher Staatswerdung. Online-Edition: https://bakfj.saw-leipzig.de/print/1377 [Datum des Zugriffs: 15.06.2026]
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